Magnetfelder. Palindrome. Geschichten, die die Wahrnehmung verändern.

Was ein Rotator ist? Diese Frage bekommen wir erstaunlich oft.
Und ehrlich gesagt: Genau das gefällt uns.
Denn »Rotator« klingt ein bisschen wie ein geheimes Gerät aus einem alten Labor. Oder wie etwas, das man in den Katakomben eines verlassenen Forschungsinstituts findet – direkt neben einer flackernden Neonröhre und einem Warnschild, auf dem besser nicht »Nicht berühren!« stehen sollte.
Aber was ist ein Rotator wirklich?
Nun ja … das kommt darauf an, aus welcher Richtung man ihn betrachtet.
Der wissenschaftliche Rotator
In der Physik bezeichnet ein Rotator unter anderem ein Bauteil oder einen Effekt, der Licht verändert.
Besonders spannend ist dabei der sogenannte Faraday-Effekt:
Ein Magnetfeld beeinflusst Licht. Seine Ebene verändert sich. Wahrnehmung verschiebt sich. Dinge wirken plötzlich anders als zuvor.
Das fanden wir faszinierend.
Denn genau das tun Geschichten auch.
Sie verändern unseren Blick auf die Realität.
Sie verdrehen Perspektiven.
Sie lassen uns plötzlich Dinge sehen, die vorher verborgen waren.
Ein gutes Buch ist im Grunde nichts anderes als ein literarischer Faraday-Effekt.
Der sprachliche Rotator
Und dann wäre da noch etwas:
ROTATOR ist ein Palindrom.
Das Wort lässt sich vorwärts und rückwärts lesen. Rotator – Rotator.
Keine Veränderung.
Kein Entkommen.
Wie ein Kreis.
Das passt verdächtig gut zu unseren Geschichten.
Denn auch dort kehren Dinge zurück.
Vergangenheit holt Menschen ein.
Geschichten spiegeln sich.
Zeiten überlagern sich.
Und manchmal merkt man erst ganz am Ende, dass man eigentlich schon wieder am Anfang angekommen ist.
Der mechanische Rotator
Natürlich gibt es auch ganz bodenständige Rotatoren.
Technische Bauteile.
Motoren.
Gelenke.
Muskeln.
Ein Rotator ist etwas, das Bewegung erzeugt.
Eine Drehung.
Eine Rotation.
Und vielleicht ist genau das die beste Beschreibung für unseren Verlag:
Geschichten, die etwas in Bewegung setzen.
Im Kopf.
Im Bauch.
Oder nachts um halb zwei, wenn man plötzlich beschließt, doch noch nicht schlafen zu gehen, weil man »nur noch ein Kapitel« lesen wollte.
Und deshalb heißt der Verlag so
Weil wir Geschichten lieben, die Perspektiven verschieben.
Weil wir Bücher mögen, die einen nicht einfach geradeaus durchlaufen lassen.
Weil sich bei uns manchmal Realität, Erinnerung und Wahnsinn umeinander drehen wie Zahnräder in einer alten Maschine.
Oder einfacher gesagt:
ROTATOR – Das Tor zu außergewöhnlichen Geschichten.
Klingt doch besser als:
»Manni hat lange über einen Namen nachgedacht und irgendwann nachts um 03:17 Uhr auf Wikipedia herumgeklickt.«
Wobei …
Ganz ausschließen können wir das nicht.
